CBD und Suchtempfinden: Das Wichtigste auf einen Blick

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  • Studien deuten an, dass CBD die Erinnerung an die suchterzeugende Effekte von Substanzen reduzieren kann
  • Aus den bestehenden Studien scheint hervorzugehen, dass nicht alle, sondern nur bestimmte suchterzeugende Substanzen durch CBD angesprochen werden

CBD scheint bei der Reduktion von Suchtverhalten zu helfen

Der Missbrauch von Substanzen zählt zu einem der Hauptprobleme der modernen Gesellschaft

Kann CBD Suchtverhalten reduzieren?
Kann CBD Suchtverhalten reduzieren?

Suchtverhalten und der Missbrauch von Substanzen zählt laut der World Health Organisation zu einem globalen und ernsthaften Problem. Alleine an den Folgen des Alkoholmissbrauch sterben jährlich etwa 3,3 Millionen Menschen, und eine Vielzahl an von chronischen Krankheiten steht in Verbindung mit dem Missbrauch von Alkohol. 

In diesem Bereich scheint CBD die Eigenschaft zu besitzen, Suchtverhalten zu senken und zu einer positiven Verbesserung der Betroffenen zu führen. Dies scheint mit der Art und Weise zusammen zu hängen, wie CBD auf das menschliche Endocannabinoid-System wirkt. Dieses scheint für das Verlangen nach dem Konsum von Substanzen eine kritische Rolle zu spielen.

Studien deuten darauf hin, dass CBD das Suchtgefühl reduzieren kann

So wurde zum Beispiel der Einfluss von CBD auf den Konsum von Nikotin untersucht. Eine Studie hat hier festgestellt, dass CBD bei Betroffenen das Verlangen nach Nikotin senken konnte. Dies führte zu einer signifikanten Reduktion des Rauchens von Zigaretten. Auch wenn hierzu noch weitere Studien in einem größeren Rahmen durchgeführt werden müssen, gibt dies einen ersten Hinweis auf mögliche Sucht-reduzierende Eigenschaften von CBD, besonders im Zusammenhang von Nikotinsucht.

Eine weitere Studie liefert hierfür eine mögliche Erklärung. Die Autoren beschreiben, dass CBD “den Ausdruck der Drogen-Erinnerungen reduziert und deren Rückverfestigung stört”. Die Drogen-Erinnerung, also die Erinnerung an das Gefühl, welches durch die Droge ausgelöst wird, ist kritisch für die Wiederverwendung der betroffenen Substanz. Das bedeutet, dass CBD die Erwartung an das süchtig-machende Gefühl einer Substanz oder Droge senkt. Dies kann potenziell dabei unterstützen, das Verlangen nach der Substanz zu senken und zu einer Absetzung der Substanz zu führen.

In einem Tiermodell wurde untersucht, inwiefern CBD zwanghaftes Verhalten beeinflusst, was ein typisches Merkmal für Suchtverhalten ist. Hier sind die Forscher zu dem Schluss gekommen, dass die Behandlung mit CBD zu einer signifikanten Reduzierung von zwanghaften Verhalten führt. Dies könnte darauf schließen, dass CBD potenziell das zwanghafte Verlangen nach dem Konsumieren von suchterregenden Substanzen reduziert, und somit dem Benutzer hilft, seine Abhängigkeit zu der jeweiligen Substanz zu überwinden.

Ähnlich hat ein anderes Tiermodell gezeigt, dass die Einnahme von CBD den Belohnungsmechanismus von Morphin senkt, einem Schmerzmittel mit suchterregenden Potenzial. Durch die Einnahme von CBD wurde somit das Verlangen nach dem Konsumieren von Morphin reduziert.

Fazit

Komplett eindeutig sind die bisherigen Resultate noch nicht. So konnte beispielsweise kein sucht-reduzierender Effekt im Bezug auf Psychostimulanzien gefunden werden. Diese Kategorie beinhaltet solche stimulierende Substanzen wie Amphetamine, Coffein, oder Kokain. Dies deutet darauf hin, dass die Effektivität von CBD für die Reduktion des Suchtverhaltens von der jeweiligen Substanz abhängt. Weitere Studien sollten in diesem Bereich in den kommenden Jahren genauere Einblicke geben. Es sollte festgestellt werden können, welche Substanzen besonders effektiv durch CBD in ihrem Suchtverhalten angesprochen werden können.