Wie genau wirkt CBD?

CBD aktiviert das menschliche Endocannabinoid-System

Das menschliche Endocannabinoid-System reguliert wichtige Funktionen

CBD, oder Cannabidiol, ist eines von mehr als 100 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze gefunden werden können. Diese “Phytocannabinoide” sind Cannabinoide, die in pflanzlicher Form gebildet werden, während “Endocannabinoide” alle Cannabinoide bezeichnet, die vom menschlichen Körper selbst produziert werden. Cannabinoide sprechen unser körpereigenes “Endocannabinoid-System” an, welches eine bedeutende Rolle in unserem Körper spielt und eine Vielzahl an wichtigen Funktionen in unserem Körper erfüllt. Die zwei wichtigsten Komponenten dieses Systems sind der CB-1 und der CB-2-Rezeptor, welche durch Cannabinoide wie CBD stimuliert werden und für viele bedeutende Mechanismen unseres Körpers verantwortlich sind.

Das Endocannabinoid-System reguliert alle wichtigen Eigenschaften und Funktionen im Körper: von Stimmung, Gedächtnis, Immunsystem, Schlaf, über Schmerzempfinden und Entzündungserscheinungen…beinahe alle wichtigen Prozesse im Körper stehen in engem Zusammenhang mit diesem System. Daher ist das Endocannabinoid-System auch in den vergangenen Jahren immer mehr in die Aufmerksamkeit der Forschung gerückt. Man will besser verstehen, wie genau diese Prozesse im Körper auf positive Weise durch Cannabinoide wie CBD angesprochen werden können. Auch wenn die Effekte der Hanfpflanze bereits seit den 1960ern wissenschaftlich untersucht wurden, war es erst 1988, dass das Endocannabinoid-System entdeckt wurde und somit die Wirkungen von Hanf im Körper genauer verstanden wurde.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Endocannabinoid-System die körpereigen Homöostase steuert, also die Selbstregulierung unseres Körpers, und somit für die Balance und das Gleichgewicht wichtiger Lebensfunktionen verantwortlich ist. In chronischen Krankheiten scheint eine Über- oder Unterfunktion des Endocannabinoid-Systems vorhanden zu sein. Daher scheint eine optimale Auslastung dieses Systems bedeutend für die menschliche Gesundheit zu sein.

Was genau sind CB-1 Rezeptoren?

CB-1-Rezeptoren befinden sich primär im Gehirn und an den Nervenzellen des Körpers, während CBD-2-Rezeptoren hauptsächlich an den Immunzellen zu finden sind. Über den CB-1 Rezeptoren werden eine Vielzahl an Prozessen beeinflusst, darunter vor allem die Schmerzhemmung, Appetitsteuerung, Angstminderung, Temperaturregelung, und die Regulierung von Suchverhalten.

So sind Antagonisten des CB-1-Rezeptors, also Stoffe, die gewisse Wirkungsweisen dieses Rezeptors senken, “nützlich in der Behandlung von Übergewicht, und für die Verbesserung von Risikofaktoren des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels”. Auch für andere therapeutische Bereiche sind CB-1-Antagonisten von Interesse, wie zum Beispiel für “das Aufhören von Rauchen, Alkoholsucht und kognitiver Beeinträchtigung”. Dem Stoff CBD werden genau solche antagonistische Eigenschaften des CB-1 Rezeptors zugesagt, und dadurch ist es in den vergangenen Jahren vermehrt in den Fokus von Forschern und Wissenschaftler gerückt.

Was genau sind CB-2 Rezeptoren?

CB-2 Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem, und haben dadurch Einfluss auf Entzündungen, die Signalgebung von Zellen, und die Regulierung der Immunfunktion. Sie sind überwiegend auf Immunzellen im Körper angesiedelt, zum Beispiel im Gewebe der Milz, der Mandeln und des Thymus. Weiter sind CB-2-Rezeptoren im Magen-Darm-Trakt auffindbar und in Teilen des Gehirns. Diese CB-2 Rezeptoren sind unter anderem zuständig für die Regulation von Zytokinen, welche eine wichtige Rolle in der Signalgebung unseres Immunsystems spielen. Es wird angenommen, dass CBD über die Interaktion mit diesen Rezeptoren einen signifikanten Einfluss auf verschiedene Eigenschaften des Immunsystems hat.

Veränderungen des Endocannabinoid-Systems oder der CB-2-Rezeptor-Entsprechung stehen mit fast allen bestehenden Krankheitsbildern in Verbindung, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Erkrankungen, Nervenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Krebs und mehr. Aufgrund dieser entscheidenden Rolle werden CB-2 Agonisten bedeutende therapeutische Potenziale eingeräumt. In diesem Zusammenhang ist das Interesse an CBD für eine positive Aktivierung der CB-2-Rezeptoren groß.

Welche anderen Mechanismen des Körpers werden durch CBD angesprochen?

CBD spricht Cannabinoid-Rezeptoren anders an als THC, und hat daher auch keine der ungewollten psychoaktiven Eigenschaften. Die Wirkungen von CBD im menschlichen Körper sind vielseitig und erfolgen über eine Vielzahl an Mechanismen. Neben den Cannabinoid-Rezeptoren spricht Cannabinoid auch die folgenden Rezeptoren an:

Vanilloid-Rezeptoren des Typs 1 und 2 sind auf Nervenzellen aufzufinden und haben einen direkten Einfluss auf das Schmerzempfinden im Körper. Die Stimulierung dieser Rezeptoren durch CBD könnte erklären, woher die schmerzlindernden Eigenschaften von CBD kommen.

Adenosin-Rezeptoren sind dagegen für unseren Schlafrhythmus mitverantwortlich. Wird mehr Adenosin im Körper ausgeschüttet und bindet sich an die Adenosin-Rezeptoren, so empfinden wir ein größeres Gefühl der Müdigkeit und Bedürfnis nach Schlaf. Koffein ist ein natürlicher Antagonist des Adenosin-Rezeptors, das heisst, er bremst das Gefühl der Müdigkeit. CBD auf der anderen Seite wirkt als Agonist, dass bedeutet, dass der Wirkstoff eine schlaffördernde Wirkung besitzt. Neben dieser Wirkung wird Adenosin-Rezeptoren ebenfalls eine bedeutende Rolle in unserem Zentralnervensystem und dem Immunsystem zugesagt.

Serotonin-Rezeptoren haben eine bedeutende Rolle in der Regulierung unserer Stimmungen. Durch eine positive Beeinflussung können depressive Tendenzen aufgehoben werden. In diesem Zusammenhang ist anzunehmen, dass CBD antidepressive Eigenschaften aufweist, da es bestimmte Serotonin-Rezeptoren positiv stimuliert.